Sommerbuchtipp #4 „Vater unser“ von Angela Lehner

Eva Gruber ist (mal wieder) in der Psychiatrie gelandet. Stören tut sie das recht wenig, wenn da nur nicht die anderen Gestörten, inklusive Personal und Dr. Korb wären. Aber sie hat einen Plan und den gilt es durchzuziehen, komme was wolle:
1.) Ihren Bruder Bernhard, der auch dort ist, dazu zu bringen nicht immer davonzurennen, wenn er sie sieht
2.) Dem Arzt so viel Blödsinn erzählen, dass sie die Therapie selbst durchführen kann
3.) Um dann gemeinsam mit dem Bruder den verhassten Vater zu töten.
Angst ist für sie ohnehin ein Fremdwort. Dass so eine Geschichte trotz allem komisch ist, ist ein großes Wunder, das Angela Lehner mit diesem Roman gelungen ist.

„Immerzu möchte man diese Eva gleichzeitig küssen und würgen – sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf,“ so Joachim Meyerhoff und besser kann man es nicht zusammenfassen. Von der ersten Seite weg wollte ich nicht mehr von Evas Seite weichen und ich habe sie am Ende des Buches sofort schmerzlich vermisst, diese liebenswerte Verrückte!